Private Rentenversicherung Steuer

Private Rentenversicherung

Private Rentenversicherung im Überblick

Eine private Rentenversicherung bietet ihren Kunden in der Regel die Möglichkeit, zwischen zwei unterschiedlichen Varianten der Auszahlung zu entscheiden.

Je nachdem ob man sich für die Auszahlung einer lebenslangen monatlichen Rente oder für die einmalige Auszahlung des angesparten Kapitals entscheidet, werden unterschiedliche steuerliche Regelungen angewandt.

Unabhängig von der gewählten Auszahlung wird die private Rentenversicherung nicht während sondern erst nach Ende der Laufzeit des Vertrages besteuert.

Auszahlung einer monatlichen Rente

Die private Rentenversicherung wird bei der Wahl einer monatlichen Auszahlung mit dem gültigen Ertragsanteil besteuert. Dieser richtet sich nach dem Alter des Versicherten, bei welchem die erste monatliche Rentenzahlung getätigt wurde.

Dabei gilt: Je früher man die Rentenauszahlung der privaten Rentenversicherung in Anspruch nimmt umso höher ist der zu versteuernde Ertragsanteil.

Wer seine private Rentenversicherung mit 60 Jahren in Anspruch nimmt, muss 22% des Ertragsanteils versteuern. Wer die Auszahlung erst nach Erreichen des 65. Lebensjahres in Anspruch nimmt, muss lediglich 18 Prozent des Ertragsanteils versteuern.

Unter dem Ertragsanteil versteht man den Teil der monatlichen Auszahlung, der durch die Zinsen und Überschussbeteiligungen der privaten Rentenversicherung entstanden ist. Hat der Kunde also 50.000 Euro eingezahlt und eine Summe von 70.000 Euro inklusive der Erträge erreicht, so beträgt der Etragsanteil 20.000 Euro.

Auszahlung als Einmalzahlung

Diejenigen Versicherten, die sich für eine einmalige Auszahlung entscheiden und damit das so genannte “Kapitalwahlrecht” in Anspruch nehmen, müssen 50 Prozent der Erträge versteuern, wenn der Vertrag bis mindestens zum Alter von 60 Jahren läuft und die Laufzeit mindestens 12 Jahre betragen hat.

Beispiel:
Sie haben bis zu ihrem 60. Lebensjahr Beiträge in Höhe von 50.000 Euro eingezahlt. Zusätzlich erhalten Sie 20.000 Euro in Form von Zinsen und Überschussbeteiligungen. Die Erträge aus der privaten Rentenversicherung betragen somit 20.000 Euro und müssen zu 50 Prozent in Höhe ihres persönlichen Einkommensteuersatzes versteuert werden. Bei einem Einkommensteuersatz in Höhe von 30 Prozent müssen somit nur 3000 Euro ( 30% von 10.000 Euro ) als Steuer abgeführt werden.

Steuerliche Regelungen bei der Einzahlung

Im Zuge des neuen Alterseinkünfegesetzes aus dem Jahr 2005 haben sich einige Änderungen bei der Behandlung von privaten Rentenversicherungen ergeben. Wurde der Vertrag noch vor dem Jahr 2005 abgeschlossen, so können die Beiträge weiterhin als Sonderausgaben bzw. “Sonstige Vorsorgeaufwendungen” abgesetzt werden. Als Höchstgrenze gelten bei Selbstständigen 2.400 EUR und in den sontigen Berufsgruppen 1.500 Euro pro Jahr.