Rentenversicherung und Erwerbsminderungsrente auch für Berufsanfänger

14 September 2010 Kein Kommentar

Nach den Sommerferien startet im August und September wie jedes Jahr eine Reihe von jungen Menschen ins Berufsleben. Für sie ist wichtig zu wissen, dass sie vom ersten Ausbildungstag an in der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert sind.

Besonders geschützt sind Berufsanfänger, wenn sie einen Arbeitsunfall, einen Wegeunfall oder eine Berufskrankheit erleiden, dann haben sie ohne zusätzliche Kosten oder Gesundheitsprüfungen von Anfang an Anspruch auf die komplette Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung. Diese umfasst die Rehabilitation, Rente wegen Erwerbsminderung und im Todesfall sogar Hinterbliebenenrente für die Angehörigen, wenn bereits eine Familie besteht.

Zwar besteht ein Anspruch auf Rente grundsätzlich erst, wenn eine bestimmte Anzahl von Beiträgen eingezahlt wurde, für Berufsanfänger genügt jedoch die Zahlung eines einzigen Beitrags um einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu erhalten.

Hat also ein Jugendlicher, der im Oktober 1991 geboren wurde, im September 2009 seine Ausbildung mit einem Gehalt von 510 Euro monatlich begonnen und wird im Jahr 2010 bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt und ist deshalb dauerhaft voll erwerbsgemindert, dann hat er bis zu seinem Unfall neun Monatsbeiträge eingezahlt.

Durch die Erwerbsminderung aufgrund eines Arbeitsunfalls reicht dies für den Rentenanspruch aus. Für die Berechnung der Rente werden aber nicht nur die neun Beitragsmonate herangezogen, sondern weitere 497 Monate bis zu seinem 60. Geburtstag. Er erhält dann eine Monatsrente von etwa 1000 Euro. Auskünfte hierzu erteilt die Deutsche Rentenversicherung Hessen in den Auskunfts- und Beratungsstellen.