Immer weniger Interesse der männlichen Bevölkerung an der privaten Altersvorsorge?

3 November 2010 Kein Kommentar

Private Altersvorsorge ist noch immer dringend notwendig – und doch scheinen sich immer weniger Männer wirklich für dieses Thema zu interessieren. Das zumindest ist das Ergebnis einer Umfrage von Union Investment zur Altersvorsorge, die aus dem dritten Quartal 2010 stammt.

So gaben im dritten Quartal 2010 nur noch 67 Prozent der Befragten an, private Altersvorsorge sei für sie wichtig. Schon seit dem dritten Quartal 2007 fällt dieser Wert jedes Quartal fast kontinuierlich von damals 75 Prozent auf nunmehr 67 Prozent. Bei den Frauen dagegen nimmt diese Zahl in den letzten drei Quartalen stetig zu, aktuell sind 78 Prozent an diesen Themen interessiert.

So haben Frauen auch mehr Riester-Verträge in ihrem Portfolio als Männer, denn aktuell sorgen rund 48 Prozent der befragten Damen mit Riester vor, allerding nur 39 Prozent der Herren. Das nachlassende Interesse der männlichen Bevölkerung ist also nicht mit einer steigenden Zahl von Riester-Abschlüssen zu erklären. Dabei ist es in vielen Haushalten noch immer die Verantwortung der Männer, finanzielle Angelegenheiten zu regeln – mit möglicherweise fatalen Folgen für den Ruhestand!

Eine besondere Problematik ergibt sich bei den Geringverdienern mit einem Nettoeinkommen pro Haushalt von weniger als 1.300 Euro. Fast zwei Drittel sehen zwar die Notwendigkeit, für den Ruhestand vorzusorgen, aber es fehlt dann die Umsetzung in konkrete Maßnahmen – vermutlich auch, weil das Einkommen dafür kaum Spielraum lässt. Gerade in solchen Fällen kann eine staatlich geförderte Riester-Rente helfen, die schon mit wenig Eigenbeitrag eine solide Zusatzversorgung ermöglicht.