Geldvermögen und Ersparnisse der Deutschen wachsen

28 August 2010 Kein Kommentar

Trotz Krisenjahr haben Deutschlands Haushalte ihr Geldvermögen im Jahr 2009 stärker vermehrt als in den Jahren davor. Insgesamt 146,9 Milliarden Euro sind bei Banken, Versicherungen und in Depots hinterlegt – eine stolze Bilanz, denn es ist der höchste Wert seit der Jahrtausendwende.

Die Deutsche Postbank AG erwartet, dass sich dieser Trend zunächst erst einmal fortsetzt, denn für das laufende Jahr rechnet man mit einer weiteren Steigerung. Im Gegenzug wird auch die Verschuldung der privaten Haushalte nochmals sinken.

Der Anstieg des Finanzvermögens der Bundesbürger hält seit Jahren an – mit dem Ergebnis, dass das Vermögen in den letzten Jahrzehnten überproportional gestiegen ist. Kurz nach der Wiedervereinigung lag es noch bei 1.926 Milliarden Euro, Ende der 90er Jahre schon bei 3.444 Milliarden Euro und 2009 schließlich bei 4.671 Euro.

Betrachtet man das Netto-Geldvermögen als Vermögen abzüglich der Verbindlichkeiten, dann ist das Vermögen noch deutlicher gewachsen. Hintergrund dürfte hier sein, dass die Deutschen nicht gern Schulden machen.

Schon seit 2005 werden jährlich mehr Schulden abgezahlt als neue Verbindlichkeiten aufgenommen wurden. Im Ergebnis fielen das Verhältnis von Verbindlichkeiten zu verfügbarem Einkommen und damit auch das Niveau der privaten Verschuldung. Sie sank seit 2004 um 42 Milliarden Euro auf 1.532 Milliarden Euro.

Und doch – wirklich reich sind die Deutschen im internationalen Vergleich nicht! Briten und Amerikaner haben noch immer zwischen 30 und 50 Prozent höhere Ersparnisse als die Deutschen. Allerdings sind dort auch die Schulden erheblich höher – weshalb sich die Deutschen im Ergebnis doch langsam an diese Vermögens-Elite annähern!