Altersvorsorge in den neuen Bundesländern

18 Oktober 2010 Kein Kommentar

Rund 40 Prozent der Bevölkerung in den neuen Bundesländern hat bisher keine private Altersvorsorge getroffen – allen voran Sachsen-Anhalt und Sachsen. Das ist das erschreckende Ergebnis der Studie „Verbraucherschutz durch Vergütungsmodelle im Finanzvertrieb“ des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Einzig Mecklenburg-Vorpommern ist die Ausnahme, hier sorgen rund 75 Prozent der Bevölkerung privat für die Rente vor. Ähnlich lautende Zahlen liegen für die alten Bundesländer vor. Damit sind vor allem die neuen Bundesländer von der Gefahr der Altersarmut betroffen.

Bei den Geldanlagen stehen in den alten Bundesländern die private Rentenversicherung und die betriebliche Altersvorsorge an erster Stelle, sie werden von rund 33 Prozent der Befragten genutzt. In den neuen Bundesländern setzen dagegen rund 33 Prozent auf die Riester-Rente mit ihrer staatlichen Förderung.

Immer noch verbleibt aber ein Viertel der Bevölkerung, das gar nicht privat für die Rente vorsorgt. Professionelle Beratung kann helfen, zu den Gefahren der Altersarmut aufzuklären, denn die Studie belegt auch, dass diejenigen, die einmal eine Rentenberatung erfahren haben, weit besser über die Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge informiert waren als andere.

In der gesamten Bundesrepublik haben bisher weniger als 50 Prozent der Bevölkerung eine solche Beratung genossen. Der erste Ansprechpartner ist meist ein Versicherungsvertreter mit etwa 43 Prozent der Befragten, es folgen Bankberater mit 25 Prozent und unabhängige Versicherungsvermittler mit 18 Prozent. Erstaunlich, denn gerade sie haben den Überblick über das gesamte Marktgeschehen und können aus einer Vielzahl von Produkten das Passende heraus suchen!